Feature 4 / 14 - Orgelklangkultur/Registrierkunst-Klais-Orgel 2016 HfM Würzburg - auch für Laien!

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  • เผยแพร่เมื่อ 29 ก.พ. 2024
  • Feature 4: Das Innenleben dieser Orgel
    Andreas Saage hat diese Orgel intoniert. Er erklärt in Feature 4 anhand ausgewählter Orgelpfeifen Prinzipien ihrer Bauweise, ihres Klanges und ihrer Intonation.
    Christoph Bossert hat diese Orgel konzipiert, Andreas Saage hat sie meisterhaft intoniert und Hans Reuschel zeichnet für die technische Planung verantwortlich.
    Dieses Lehrvideo geht in seiner Grundsätzlichkeit deutlich über das hinaus, was DVVLIO
    www.innovation-orgellehre.dig...
    dann später im Maßstab eines Orgellehrvideos produzierte.
    Dieser 14teiiige Film versteht sich als eine Einführung in Orgelklangkultur und Registrierkunst aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts.
    Zwischenbemerkung:
    Im Symphonie-Orchester, im Streichquartett oder in solistischen Darbietungen unserer klassischen Konzerte treten hochprofessionelle Künstler auf. Davon unterscheidet sich Orgelkultur ganz grundsätzlich, wenn man sich bewusst ist, dass nahezu in jedem Dorf Woche für Woche Orgelmusik in ungezählten Gottesdiensten erklingt. Allermeist musizieren hier Laien für Laien.
    Laien sind es auch, die in kirchlichen Gremien zu Entscheidern werden. Hierbei geht es dann nicht nur um alltägliche Fragen der Orgelinstandhaltung, sondern um weit gravierendere Fragen unserer Orgelkultur wie Fortbestand / Umgestaltung / Abriss; es geht um Fragen des Orgelneubaus bis hin zur Disposition einer Orgel und ihrer stilistischen Ausrichtung; bei historischen Orgeln sind die Fragen meist noch komplexer.
    Über all das haben in Deutschland Laien aufgrund der gegebenen Strukturen das Sagen; Orgelsachverständige und hauptamtliche Kräfte sind nur Berater! In anderen Ländern herrschen - je nach Verfassung mit Blick auf Relation Staat / Kirche - andere Bedingungen.
    Daher:
    Die 14 Features skizzieren Grundzüge von Fragestellungen der Orgellehre. Wer als Laie derartige Entscheidungsgewalt über Orgelkultur inne hat, der möge diese 14 Features als ein Angebot verstehen, um mit dieser Verantwortung besser umgehen zu können, indem er /sie in die Möglichkeit versetzt wird, sich der Komplexität orgelspezifischer Fragestellungen bewusst zu werden. Bereits an den 14 Überschriften dieser Features wird die Grundsätzlichkeit der Fragestellungen deutlich.
    Komplexität: Das Janus-Gesicht!
    Wer den Vorspann zu Feature 1 auf sich wirken lässt, der nimmt das Janus-Gesicht wahr, das in dieser Klais-Orgel von 2016 intendiert ist:
    Es genügt das Ziehen einer Invers-Koppel und schon geschehen mit Bachs Praeludium C-Dur des WK I unerhörte Dinge. Eine Inverskoppel basiert auf Elektrik, doch diese Orgel von 2016 beruft sich auf Bachs Orgel in Arnstadt, erbaut 1703 von Wender. Zugleich verfügt die Klais-Orgel von 2016 über mechanische Kegelladen. Das Bindeglied zwischen Elektrik und mechanischer Kegellade sind die Proportionalmagneten.
    Diese und andere Dialektiken - man könnte auch sagen: Janus-Gesicht - sind Gegenstand der 14 Features.
    1 Die Genese der Klais-Orgel von 2016
    2 Die technischen Einrichtungen des Spieltisches
    3 Vier Klanggruppen
    Jede Gruppe hat sehr individuelle Mitglieder, die besondere
    Namen tragen. Wohin gehört das Register Quintatön?
    4 Das Innenleben dieser Orgel
    5 Vertikales und horizontales Klangverständnis
    6 Vokales und instrumentales Klangverständnis
    7 Anschlag, Artikulation und Dynamik
    Bachs Ideal ist die kantable Art des Spielens
    8 Farben und Formen
    9 Drei Klangstile in Europa
    Stehen diese gegeneinander oder in Verbindung miteinander?
    Eine kleine Klanggeschichte
    10 Die sogenannte „fremde Wirkung“ und:
    Warum schüttelten Zeitgenossen die Köpfe, wenn sie Bach registrieren sahen, waren aber damit einig, sobald sie es hörten?
    11 Key-Sounds // Brückenregister zwischen Barock und Romantik // Grenzregionen
    12 Was also ist Registrierkunst?
    13 Die fremde Wirkung als Vorbote des Registercrescendo
    Ab dem 18. Jahrhundert übernahm die Orgel mancherorts in der Klostermusik die Rolle des Orchesters. War also die Orgel der Vorbote des späteren Orchestercrescendo oder wurde die Orgel, wie manche behaupten, zum dekadenten Abklatsch des Orchesters?
    14 Die Orgel der Zukunft - kann es noch neue, unerhörte Klänge geben?
    Christoph Bossert
  • เพลง

ความคิดเห็น • 11

  • @MonikaWojdak
    @MonikaWojdak หลายเดือนก่อน

    Sehr sauber und langsam gefilmt da konnte man schöne Treamchorts machen Andrea haste wunderbar erklärt von dieser Orgel.War suuuuper.Monika aus Dessau de Musikerin.❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤

  • @whcscomlat
    @whcscomlat 4 หลายเดือนก่อน +3

    Labiaklarinette und Holzharmonika - traumhaft!

  • @Monsterhirni
    @Monsterhirni 5 หลายเดือนก่อน +3

    Ein unglaublich spannendes Video, selbst für mich als Organisten. Danke, Herr Saage und Herr Bossert.

  • @oliverfiedler8502
    @oliverfiedler8502 5 หลายเดือนก่อน +2

    0:00 Vorwort, Einblick in die Klangfarben (die Unterscheidlichen Register)
    Im HAUPT-Werk
    1:50 Prinzipal 8' (im Prospekt und "innen")
    2:40 ... wichtige Teile einer Labial-(Lippen)-Pfeife (Fuß, Kern - Laium, Körper)
    5:20 Gedeckt 8' (holz) klingt eine Oktave tiefer als eine gleichlange offene Pfeife (Platz und Material-Ersparnis)
    8:00 Quintaton 8' (metall, gedeckt, Kastenbart, niedriger Aufschnitt)
    10:00 Viola da Gamba 8' (metall, eng, träge Ansprache, kein Bart, Schärfe)
    12:22 Viola und Gedeckt (Mischung)
    13:20 Gemshorn 8' (metall, konisch oben eng)
    14:30 Grundstimmen-Plenum / Consort-Registrierung (alle bisherigen zusammen)
    16:30 Holzflöte 8' (holz - offen - schnelle Ansprache, runder Ton - verschiedene Hölzer für verschiedene Teile der Pfeife)
    18:00 Cythara 8' (gleiche Bauart wie Holzflöte, aber gegen diese leicht verstimmt "schwebung")
    19:20 Prinzipal Pyramide 8' 4' ... Mixtur 4fach (Oktave, Quint / Oktave, Quint, Terz) Plenum
    24:00 Trompete 8' Lingual-(Zungen)-Pfeife (Aufbau, Funktion - Schallbecher, Stiefel, Kehle, Zunge - aufschlagend, Krücke)
    Im SCHWELL-Werk (EchoWerk)
    27:20 Dynamische Möglichkeiten durch Jalousie-Schweller
    28:40 labial Klarinette (komplexer Aufbau des Körpers, in tiefer Lage gedeckt gebaut, außergewöhnlicher Bart)
    ... vgl Quintade ad Hauptwerk
    32:30 Holzharmonika 8' (holz, eng, leicht konisch, Rollenbart - nach EFWalcker Hoffenheim)
    ... vgl Viola da Gamba ad Hauptwerk
    36:20 Bordun 16' (holz, gedeckt) plus Holzharmonika 8'
    ... mehrere tausend Pfeifen nicht sichtbar in der Orgel, aber jede individuell und per Hand auf den Raum hin angepasst
    39:00 Physharmonika (durchschlagende Zunge, Windschweller, KlappenSchweller, extreme dynamische Möglichkeiten
    - ebenfalls nach EFWalcker Hoffenheim) sehr selten !
    ... eigentlich ein eigenständiges Instrument (Vorläufer des Harmoniums)
    45:00 Physharmonika plus (holz)-Konzertflöte (starke Schwellwirkung nur für erstere - Farbwirkung)
    46:20 3fache unabhängige Schwellwirkung (für die Physharmonika) durch Wind- Klappen- und den JalousieSchweller
    47:33 Kombination Holzharmonika und Physharmonika (Schwellwirkungen)
    49:00 die Kegellade - ein (kegelförmiges) Ventil unter jeder einzelnen Pfeife, Steuerung über ProportionalMagnete
    51:15 unter der Windlade, Mechanik, Elektrik und besondere Magnete, exakte Steuerung statt "nur" ein und aus / offen und geschlossen
    53:25 der Magnet "folgt" der Bewegung der Taste
    53:50 die Windversorgung, Bälge, el Gebläse, Drossel, FederDruck, Windstöße - "atmende" Orgel "lebendiger Wind")
    im Innern der Orgel ein metallener Garten aus starren aber zauberhaft klingenden Pfeifen in (fast) unzähligen Formen...
    „Orgelspielen heißt, einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren. “ CM Widor

  • @MonikaWojdak
    @MonikaWojdak หลายเดือนก่อน

    Hallo Andreas sehe gerade Deine Orgelführung an.Dett ist ja sehr interessant mein Fach Gebiet die Königin der Instrumente.Ich bin die Monika aua Dessau de Musikerin habe ein Musik Kanal auch an einer Eleketronischen Kirchen Orgel privat und auch in der Kirche.Du erklärst dette sehr gut.Freut Mich Dich zu sehen.Lg Monika aus Dessau.

  • @EwicoCylinder
    @EwicoCylinder 5 หลายเดือนก่อน +2

    Herr Saage hat wirklich eine Überzeugende Intonation entwickelt die sich wirklich an ehemaligen Orgeln sehr stark anlehnt. Zum Beispiel konnte ich bei dem Prinzipal hören das er aufgrund seiner direkten Ansprache mit hörbaren Einschwingvorgang an den Italienischen Prinzipal womöglich angelehnt ist was meines Erachtens der eigentlich wunderbarste Prinzipal von allem ist durch seiner singenden Vokalen stimme und seinen Klang Charakters. Großes Lob an Herrn Saage und natürlich an Herrn Professor Bossert

  • @oliverfiedler8502
    @oliverfiedler8502 5 หลายเดือนก่อน

    Wieder einmal ein großes Dankeschön für dieses ganz wunderbare, informative und kurzweilige Video
    Frage: die Pfeife mit der bloßen Hand anzufassen ist nicht ratsam - aber die (feuchte) Atemluft und die Lippen direkt am Pfeifenfuß sind "unproblematisch" ?
    pS: 1 Meter WasserSäule entspricht etwa 0,1 bar => 50mm WasserSäule entsprechen "nur" 0,005 bar
    (der Druck in einem Autoreifen ist also ca 500 mal so groß, aber eine Orgel mit etwa 20 Registern braucht ca 15 m³ Luft pro Minute - etwa die gleiche Menge die 29 Menschen in einer Stunde zum Atmen brauchen ... ;-)
    6:40 den Teil mit dem QuintTon habe ich leider überhaupt nicht verstanden...
    41:00 eine Physharmonika ist der Vorläufer des Harmoniums...
    Komisch ? / Konisch? (wie ein Kegel geformt, spitz zusammenlaufend)
    oder
    Trichterform? (eine konische Form mit einer breiteren und einer schmaleren Öffnung an den beiden Enden ;-)

  • @DavidKrautscheid
    @DavidKrautscheid 2 หลายเดือนก่อน

    leider hat klais bei der viola da gamba die streichbärte vergessen oder sogar die Rollenbärte. dann wäre die ansprache viel schneller gewesen und der klang viel schärfer.. Dass holz die obertöne abmildert stimt nicht ganz. Ein sehr eng gebauter streicher mit frein harmonique klingt durchaus extremst scharf und obertonreich und fast wie eine echte geige.

  • @brunodumbeck1351
    @brunodumbeck1351 4 หลายเดือนก่อน +2

    Bitte sagen Sie doch nicht ständig "sogenannt". Diese Dinge heißen ganz einfach so. Sie sind ja auch kein sogenannter Orgelbauer oder Organist. Das ist eine ganz törichte Angewohnheit gerade bei Organisten etc....

    • @frankscheffler8320
      @frankscheffler8320 2 หลายเดือนก่อน +1

      Bitte kommentieren Sie doch nicht doppelt mit dem gleichen Inhalt. Man versteht doch Ihre Abneigung gegen Füllworte schon beim ersten Mal.

  • @brunodumbeck1351
    @brunodumbeck1351 4 หลายเดือนก่อน +2

    Das ist ein Kastenbart, kein sogenannter Kastenbart. Das ist keine sogenannte Viola da gamba , sondern einfach eine Viola da gamba. Kein sogenanntes Gemshorn....,